Ausstellung
"Der Turmalin - ein Farbenspektakel"

4. bis 9. November 2019

Goldschmiede Sterntaler, Neustr. 2, 65366 Geisenheim




Der Name Turmalin stammt aus dem Singhalesischen. Das Wort "tura mali" bedeutet "Stein in gemischten Farben". Diesem Namen entsprechend, existieren die Edelsteine der Turmalingruppe in den unterschiedlichsten Farben. Einer alten, ägyptischen Legende zufolge, ist der Turmalin auf seinem langen Weg aus dem Erdinneren hinauf zur Sonne über einen Regenbogen gewandert. Dabei hat er alle Farben des Regenbogens angenommen. Denn mit geschätzten 100 bekannten Farbnuancen lässt der Turmalin wahrlich keinen Farbwunsch offen.








Obwohl schon seit der Antike im Mittelmeerraum bekannt, wurden Turmaline über Jahrhunderte hinweg häufig mit anderen Farbedelsteinen verwechselt. So entpuppte sich unter anderem der "Große Rubin", den einst der König von Schweden der russischen Zarin Katharina der Großen zum Geschenk machte, später als ein außergewöhnlich schöner, roter Turmalin. Aber auch so mancher Smaragd in Kronschätzen hat sich inzwischen als Turmalin erwiesen.














Den Turmalin gibt es fast überall auf der Welt. Der bedeutendste Turmalinlieferant ist Brasilien. Auch in Afrika stößt man mittlerweile auf immer mehr Turmalinlagerstätten. Besonders begehrt ist der Paraiba-Turmalin. Diese Turmalinedelsteine mit der unvergleichlichen intensiv blauen und blaugrünen Farbe wurden erst Ende der 1980er Jahre in einer Mine im brasilianischen Staat Paraiba entdeckt.

Bereits in der Mitte des 16. Jahrhundert gab es eine erste, genauere Beschreibung des Schörl aus dem sächsischen Erzgebirge, von dem man inzwischen weiß, dass es sich dabei um schwarzen Turmalin handelt.















Erst als die holländische Ostindienkompanie Anfang des 17. Jahrhundert begann, größere Mengen von Turmalin von Sri Lanka nach Europa zu bringen, erkannte man den Turmalin als eigenständiges Mineral. Obwohl als Schmuckstein beliebt, wurde der Turmalin in den Niederlanden lange als Aschentrekker (Aschenzieher) bezeichnet. Denn durch Reiben oder Erwärmen lädt sich der Turmalin elektrostatisch auf und kann dann kleine Partikel wie Staub oder Asche anziehen. Aufgrund dieser pyroelektrischen Eigenschaften sollen holländische Pfeifenraucher den Edelstein benutzt haben, um Aschereste aus ihren Meerschaumpfeifen zu entfernen.






Im 18. Jahrhundert auch als Talisman verehrt, ist der Turmalin bis heute ein beliebter Schmuckstein. Zum Beispiel ist die Meisterschale der deutschen Fußballbundesliga mit 21 Turmalinedelsteinen besetzt. Auch der DFB Pokal wird von Turmalinen geschmückt.


In China war es üblich, Turmalin ähnlich wie Jade zu schneiden. Eine ganz besondere Vorliebe für Turmalin soll die chinesische Kaiserin Tzu-Hsi gehegt haben, die um 1900 regierte.








Doch es gibt auch Turmaline, die sich häufig zwei- oder mehrfarbig zeigen. Zu den beliebtesten zweifarbigen Turmalinkristallen gehört der Wassermelonen-Turmalin, dessen roter Kern von einer grünen Hülle umschlossen wird. Bei den Steinen aus Brasilien ist der rote Kern zudem von einer dünnen weißen Schicht umgeben. Das umgekehrte Phänomen - grüner Kern und rote Hülle - zeigen einige Turmaline aus Westafrika. Bei Turmalinen sind aber auch farblose Kristalle möglich, in denen sich lagenweise verschiedene Farben zeigen. Schwarzer Turmalin zeigt vereinzelt Spuren von Blau oder Grün.














Seine Farbenvielfalt verdankt der Turmalin Beimischungen anderer Elemente wie Eisen, Mangan, Chrom und Vanadium.

Gänzlich einfarbige Turmaline sind ausgesprochen selten und haben ihren Preis. Und anders als bei manchen anderen Farbedelsteinen, sind Einschlüsse bei Turmalinkristallen wertmindernd. Zu den teuersten Farben beim Turmalin gehören Blau- und Grüntöne. Weitaus erschwinglicher dagegen sind gelber und schwarzer Turmalin.


Lassen Sie sich entführen in die Welt des Turmalin und erleben Sie ein einmaliges Farbenspektakel. Unsere Ausstellung findet vom 4. bis 9. November 2019 statt.

Goldschmiede Sterntaler, Neustr. 2, 65366 Geisenheim.







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